5 Perspektiven für das kommende Jahr-zehnt

Mit dem in Kürze beginnenden Jahr 2020, beginnt nicht nur ein neues Jahr, es beginnt auch ein neues Jahrzehnt.

Wie beginnt man ein neues Jahr-zehnt? – Wie beginnen Sie das neue Jahr-zehnt?
Wie stellt man sich darauf ein? – Wie stellen Sie sich darauf ein?
Lohnt es sich überhaupt, sich über kommende Jahre Gedanken zu machen?

"Leben ist, das was passiert, während du etwas anderes planst" - meinte schon John Lennon. Recht hat er. Doch kann das ein Grund sein, sich keine Gedanken über die Zukunft zu machen? Und, wer schreibt hier überhaupt über Planung?

Eher geht es um VOR-Stellungen. Ich liebe diesen Ausdruck! VOR-stellen - etwas vor sich hinstellen. Ein Vorhaben, ein Bild davon, ein Eindruck, ein Gefühl. Zukunft wird plastisch, formbar, gestaltbar. Es ist ein Ausloten, ein Spüren, wofür die Zeit gekommen ist, was das Leben fordert oder sich wünscht. Von mir, von Ihnen, von jedem Einzelnen. Keine einfache Sache in dieser turbulenten Zeit. Überall Baustellen, Umbaumaßnahmen: beruflich, sozial, global. Ausreichend Gründe für Angst und Sorge. Aber vielleicht auch ausreichend Gründe, sich zu positionieren: Was ist mir wichtig? Wofür will ich eintreten? Dafür ließen sich VOR-Stellungen entwickeln.

Fragen (wie diese) können dabei unterstützen:

• Was ist mir wichtig?
Was kommt auf mich zu (geschäftlich, privat)?
Welche Termine, Ereignisse sind schon bekannt (Jubiläen, Geburtstage,…)?
• Worüber bin ich besorgt, erfreut?
Wo, wann, wie könnten sich neue Chancen auftun?
Wie stelle ich mir das Jahr, die Jahre vor?

Wie will ich in dieser Zeit leben, was erleben, was realisieren?
Was werde ich in den kommenden Jahren nicht mehr tun?

Diese Fragen und auch die Antworten darauf können zu Hauptzweigen von Mind Maps führen. Mind Maps für das kommende Jahr(-zehnt). Dazu möchte ich Sie anregen, denn bei kaum einem anderen Thema zeigt sich das Potenzial der - häufig unterschätzen - Mind Mapping Methode deutlicher. Dafür stelle ich Ihnen 5 unterschiedliche Perspektiven vor, wie Sie mit Mind Maps an die Gestaltung des neuen Jahr-zehnts herangehen könnten.

  1. Die offene Herangehensweise
  2. Lebenshüte, -rollen
  3. Work-Life-Balance
  4. Selbstmanagementebenen
  5. Fokus-Map

Perspektive 1: Die offene Herangehensweise

Eine solche Mind Map starten Sie ohne große Vorüberlegungen. Entscheiden Sie sich, für welchen Zeitraum die Map gelten soll, wählen Sie die ersten Perspektiven (= Hauptzweige) und schon geht es los. Notieren Sie, was Ihnen einfällt und folgen Sie Ihren Gedanken und Assoziationen. Wollen Sie eher konkret sein, dann integrieren Sie bereits bekannte Fakten, geht Ihre Map eher in die Richtung Selbstmanagement, dann benötigen Sie Zweige für Ihre Werte, Ihre Mission und anderes. Und wenn Sie beides Zeit- und Selbstmanagement in einer Map haben möchten, dann machen Sie das doch. Alles ist möglich.

Perspektive 2: Lebenshüte, Lebensrollen

Lebenshüte Gezeichnet ZentralbildAuch die zweite Perspektive macht kaum Vorgaben. Allerdings wird hier schon versucht die Aufmerksamkeit zu lenken. Die Aufmerksamkeit wird gelenkt mit der Aufforderung, das Leben in verschiedene Bereiche (Rollen oder Hüte) zu unterteilen und für jede Rolle (z. B. Vater, Sohn, Mutter, Tochter, MitarbeiterIn, KollegIn, Vereinsmitglied, Hobby, Partner ...) den Status, Wünsche und Ziele zu bestimmen.

Das, für meine Seminare und Beratungen entwickelte Formular hat 9 Hauptzweige, bietet somit Platz für 9 Lebensbereiche. Im Thema ist eine Altersachse, auf der man markiert, für welche Jahre die Überlegungen/Map gelten. Die Mitte bietet auch Platz für "appetitanregende" Bilder und Symbole. Angeregt zu diesem Formular wurde ich durch die Masterplantabelle von tempus.

Grundsätzlich: Andere Hauptzweige sind andere Perspektiven

Auf diesem Gedanken beruhen meine Vorschläge.

Die Wahl der Hauptzweige ist entscheidend, denn Hauptzweige sind Perspektiven. Hauptzweige bestimmen aus welchen Blickwinkeln man auf das Mind Map Thema schaut. Insofern eröffnet es neue Perspektiven, wenn man andere Hauptzweige wählt. Das kann man „zufällig“ machen, indem man einfach modifiziert oder schaut, was einem einfällt. Oder gezielt indem andere Perspektiven bewusst gewählt werden. Dabei können Sie sich – wie ich – auch durch Zeit- und Selbstmanagementliteratur zu neuen Perspektiven anregen lassen.

Nutzen Sie mehrere der vorgeschlagenen Perspektiven, erhalten Sie am Ende eine vielfältige, bunte Mischung an Eindrücken – VOR-Stellungen - für das kommende Jahr(-zehnt).

Perspektive 3: Work-Life-Balance

Lebensbalance 2021 2029Der dritte Vorschlag gibt nun die Hauptzweige, die Perspektiven vor. Zwingt demnach, in bestimmte Richtungen zu denken.

Befinden sich diese vier Lebensbereiche in einer (gefühlten) Balance, geht es dem Menschen gut, ist er leistungsfähig und hat ein erfülltes Leben.

Diese Struktur macht Vorgaben, lenkt die Aufmerksamkeit. Damit geht kein wichtiger Bereich verloren wie z. B. der Bereich SINN, der doch in vielen Mind Maps mit offenem Zugang vergessen wird.

Perspektive 4: Die vier Selbstmanagementebenen

Eine seltener gewählte Perspektive. Die 4 Selbstmanagementebenen wurden halb in das Thema integriert. Anwender könnten zu jeder Ebene einen Hauptzweig ergänzen oder -wer mehr Zweige möchte - beginnt mit mehreren Hauptzweigen im Bereich der jeweiligen Ebene.

Zentralbild Selbstmanagementebenen 2020 2019Die Ebenen geht man im Uhrzeigersinn oder gegenläufig durch, da sie aufeinander aufbauen. Im Uhrzeigersinn geht man vom Ziel zu den übergeordneten Ebenen. Beginnend beim Credo geht man von Werten und Überzeugungen aus und schaut wie diese in den unterschiedlichen Bereichen sich zeigen bzw. gelebt werden.

Mögliche Fragen dazu:

Welche Ziele habe ich?

In welchem übergeordneten Zusammenhang stehen diese?

Was ist deren gemeinsamer roter Faden (Überschrift)?

Wie fließen da meine Werte und Überzeugungen ein?

Die Ebenen im Einzelnen:

Unter CREDO - dem Bekenntnis geht es um die grundlegenden Werte und Überzeugungen.
Die MISSION liefert eine Überschrift, ein Motto für das Leben, die kommende Dekade.
Die VISION verknüpft Credo und Mission in konkrete, praktische Zielbilder, woraus sich dann spezifische ZIELE ableiten lassen.
Das war die Top-down-Betrachtung. Natürlich geht es auch umgekehrt (s. o.).

Perspektive 5: Fokus-Map

Zentralbild Fokus Map 2020 2019

Mit einer Fokus-Map beginnt man außen, bevor man innen eine Essenz notiert. Gerade für längere Zeiträume ist die Fokus-Map ideal, weil die Detail-Maps aus Gedanken, Ideen, Daten zu den verschiedenen Jahren bestehen.

Ihr Fazit?

Insgesamt haben Sie 5 Perspektiven kennengelernt mit denen Sie auf das kommende Jahr-zehnt schauen können. Welche finden Sie interessant? Welche werden Sie nutzen? Schreiben Sie mir doch mal.

 

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